Schloss Elmau mit Flaggen

Rege Bautätigkeit vor dem Winter

An allen Stellen wird versucht, vor dem Winter noch die wichtigsten Infrastrukturarbeiten fertig zu stellen. Ein Überblick über den aktuellen Stand der einzelnen Baustellen für den G7 Gipfel.

Nach dem schweren Wintereinbruch Ende Oktober bei dem es in Höhenlagen bis zu 72 cm Schnee in der Region der Elmau bzw. dem Kranzberggebiet schneite, sind jetzt die Baustellen wieder in vollem Betrieb, so lange es unser Bergklima zu lässt. Die Lauterseestrasse Richtung Ferchensee soll voraussichtlich übernächste Woche geteert werden, wenn das Wetter mit spielt. Erst im Anschluss wird entschieden, ob die Holzverbauung oberhalb de Lautersees noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll. Alleine für die Renovierung der Holzverbauung sind zwei Wochen veranschlagt, so dass man den Gesamtfortschritt der Straßensanierung nicht diesem kurzen Teilstück opfern will. Die Arbeiten an dieser Baustelle sind sehr anspruchsvoll durch den arg begrenzten Raum, in dem das Rangieren mit dem Bagger nur begrenzt möglich ist. Zudem wird die Baustelle regelmäßig von Mountainbikern und Fußgängern behindert die nicht die ausgeschilderte Umleitung nutzen und die Baustelle durchqueren. Je nach Wetterlage kann diese Baustelle realistisch im November abgeschlossen werden. Am Lautersee ist derzeit eine neue Baustelle entstanden, bei der die Freileitung Richtung Ferchensee in den Boden verlegt wird. Diese nachhaltige Baustelle verhindert in der Zukunft das die oberirdische Leitung durch Schnee und Eis im Winter ständig gestört wird. Ein weiterer positiver Effekt ist das Verschwinden der Freileitung aus dem Landschaftsbild. Diese Baustelle wurde vom Zeitlichen Rahmen bis März angesetzt und dürfte auf Grund der extrem niedrigen Temperaturen im Ferchensee Bereich die wohl kälteste Baustelle Deutschlands werden. Für die neu verlegten Leitungen wird wo immer möglich auf bereits existierende Kabeltrassen zurückgegriffen. Die Infrastrukturarbeiten in der Elmau gehen zügig voran. Eine erste Teerschicht liegt bereits auf über zwei Dritteln des Hubschrauberlandeplatzes. Die hinter dem Landeplatz abzweigende Forststraße zur Elmauer Alm über den Brünstwald musste nach dem feuchten Sommer bereits wieder repariert werden, da Fahrzeuge im aufgeweichten Boden tiefe Rillen hinterließen. An der Brücke zum Landeplatz wurden bereits einige schadhafte Teile erneuert. Die Straße von der Elmau nach Kranzbach ist bereits fertig geteert, von Kranzbach nach Klais wurde auf einem Großteil der Strecke die erste grobe Teerschicht aufgetragen. Momentan laufen noch Verlegearbeiten auf dem Teilstück von der Mautstelle durch Klais. An diesem sehr engen Abschnitt kommt es daher vermehrt zu Stauungen. Innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen dürfte der besonders für die Bewohner von Klais belastende Bauabschnitt abgeschlossen sein. Damit entfallen auch die langen Umleitungen über die Ferchenseestrecke, die besonders bei Schneefall sehr anspruchsvoll ist. Aufgrund der Dicke der neuen Teerschichten sind die Bankette nicht befahrbar, bei Ausweichmanövern ist entsprechend Vorsicht geboten.

(FR - 03.11.2014)

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